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Working Capital als Quelle für Liquidität aus dem Geschäftsmodell

  • Autorenbild: Thorsten König
    Thorsten König
  • 28. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Warum gebundenes Kapital wieder strategisch wird


In vielen Unternehmen wird Finanzierung klassisch gedacht. Gleichzeitig liegt ein erheblicher Teil der verfügbaren Liquidität bereits im eigenen Geschäftsmodell. Denn Forderungen, Lagerbestände und frühe Zahlungen an Lieferanten belastet die Liquidität und binden Kapital.


Aktuelle Analysen zeigen, dass deutsche Unternehmen ihr Working Capital im Schnitt mehr als zwei Monate vorfinanzieren müssen. Der Cash to Cash Zyklus hat sich in vielen Branchen zuletzt weiter verlängert. Besonders kapitalintensive Industrien sehen sich mit steigender Kapitalbindung konfrontiert, obwohl gleichzeitig Investitionsbedarf besteht.


Über 100 Milliarden Euro gebundene Liquidität


Studien gehen davon aus, dass allein im deutschsprachigen Raum über 100 Milliarden Euro Liquidität in Forderungen und Lagerbeständen gebunden sind. Für CFOs und Treasurer entsteht daraus eine zentrale Fragestellung, die über operative Optimierung hinausgeht.


Es geht darum, wie dieses Kapital bestmöglich verfügbar gemacht werden kann, ohne die operative Stabilität zu beeinträchtigen. Working Capital wird damit zu einem strategischen Hebel und Wettbewerbstreiben, um Liquidität gezielt aus dem Geschäftsmodell heraus zu erschließen.


Konzernweite Working Capital Programme


Viele Corporates etablieren heute konzernweite Programme zur Steuerung ihres Working Capital. Kennzahlen wie DSO, DPO und DIO werden systematisch gemessen und in Zielsysteme integriert. Finance, Einkauf und Vertrieb arbeiten dabei deutlich enger zusammen als in der Vergangenheit.


Diese Programme verbinden operative Steuerung mit strukturierten Instrumenten. Factoring, Reverse Factoring oder Lagerfinanzierung werden gezielt eingesetzt, um Kapitalbindung zu reduzieren und Liquidität planbarer zu machen. Entscheidend ist dabei, die wertvollen Assets optimal zu finanzieren und die Programme im In- und Ausland  passgenau und maßgeschneidert zu strukturieren und zu implementieren. 


Kapitalkosten erhöhen den Druck


Steigende Kapitalkosten erhöhen den Druck, gebundenes Kapital effizienter einzusetzen. Unternehmen müssen heute deutlich stärker darauf achten, wie Kapital im Umlaufvermögen eingesetzt wird und welche Auswirkungen dies auf Renditekennzahlen hat.


Working Capital wird damit zu einem direkten Hebel für die Verbesserung von Cashflow und Kapitalproduktivität. Instrumente wie Factoring, Supply Chain Finance und auch de Lagerfinanzierung tragen dazu bei, Kapitalbindung zu reduzieren und gleichzeitig Handlungsspielraum für Investitionen zu schaffen.


ESG und Digitalisierung verändern die Steuerung


Ein weiterer Trend betrifft die Verbindung von Working Capital und Nachhaltigkeit. In großen Unternehmen werden Programme zunehmend mit ESG Zielen verknüpft. Lieferketten und sustainable Programme mit Effekten auf die Margen werden stärker umgesetzt.


Fazit


Working Capital entwickelt sich von einer operativen Kennzahl zu einem zentralen Baustein der Finanzierungsstruktur. Unternehmen, die ihre Kapitalbindung passgenau auf Ihre Bedürfnisse steuern, erschließen Liquidität aus dem eigenen Geschäftsmodell und erhöhen ihre finanzielle Beweglichkeit.


👉 Aus genau diesen Fragestellungen heraus hat CBS Finance einen Executive Guide entwickelt.

Er zeigt, wie Working Capital strukturiert analysiert und gezielt zur Steuerung von Liquidität eingesetzt wird.



CBS Finance GmbH


 
 
 

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